--> Fortsetzung des 2. Teils

Womit wir auch schon bei den Kollektivstrafen der Trainer - mitunter auch Quäler genannt - bei Niederlagen wären. Dem geplagten Fußballer wird Sonntags, wenn er eigent- lich schlafen will, schon mal ein Waldlauf aufgezwungen, jeder darf sagen, was der Trainer will oder er wird zu Geheimtrainings genötigt, bei denen er selbst nicht einmal zuschauen darf. Ist das nicht grausam? Doch halt, das Ende der Fahnenstange ist deshalb noch lange nicht in Sicht! Viele Quäler sind der Meinung, ihre Schützlinge ver- tragen kein Lob, sie müssten täglich die Peitsche im Nacken fühlen. Trainer sind der Meinung, Spieler haben selbstkritisch zu sein, auch sich selbst gegenüber!
Hat eine Mannschaft endlich einen Trainer gefunden, der dann auch mal die Hand ins Heft nimmt, der aus jahrelang- er Erfahrung gelernt hat, dass zwei und zwei niemals vier ist; ja dann begreift sie, dass zum Fußball auch Arbeit gehört und es ist zu spät! Dann werden sie Trainer... Die Mannschaft steht jedoch in solchen Fällen hinter ihrem Trainer und unterstützt ihn mit Lob. Dass er aufgrund seiner Leistungen als Chef sogar die Titanic gerettet hätte und falls nicht, wären zumindest alle Überlebenden in Top- form gewesen.
Hauptsache niemand nimmt ihnen die Freude am Fußball, da hört der Spaß bei ihnen auf.
Auch ein Trainer kann sich nicht alles erlauben; er als Verantwortlicher der Mannschaft darf die Dinge natürlich nicht subjektiv sehen. Wäre es so, müsste er versuchen, die subjektiv geäußerten Meinungen zu unterscheiden: sind sie nun subjektiv oder objektiv? Nur, wenn sie subjektiv sind, darf der Trainer an den objektiven Mei- nungen festhalten, andersrum müsste er überlegen, viel- leicht die objektiven subjektiv geäußerten Meinungen der Spieler mit in seine Objektive einfließen zu lassen. Klar soweit? Daraus resultiert auch die Tatsache, dass die Akteure nach einem Spiel bis "morgen Früh um acht" frei kriegen. Toll, nicht?
Was ein Verantwortlicher in nicht seltenen Fällen für eine Schmach erlebt, wenn er zwei verschiedene Halbzeiten sieht, kann sogar zu Wünschen wie "winschte, Maschine stirzt ab..." oder gar noch schlimmer zu Aussprüchen á la "manche Spieler haben es nicht verdient zu leben!" führen, Aber, aber! Wer wird denn gleich den Teufel an die Wand malen?
Sobald die Spieler wieder a little bit lucky haben, endlich eine so gut integrierte Truppe sind, dass sie heiraten soll- ten, dann werden sie auch keine fehlende Cleverness mehr vermissen lassen. Denn geht's den Spielern gut, ist auch der Verein so geil wie nie zuvor... Für die meisten gilt sowieso nur entweder - oder. Also entweder voll oder ganz.
Eben körperlich und physisch topfit.